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People of the book (2025)

Positive Resonanz auf den ETJK 2025 in der Schweiz

Zum Europäischen Tag der Jüdischen Kultur 2025 haben wir sehr positive, ja enthusiastische Rückmeldungen erhalten. Die Programme waren sehr gut besucht, ansprechend und vielfältig. Die Organisator:innen in Baden, Basel, Bern, Endingen-Lengnau, Genève, Lausanne und Zürich sind mit den Besucher:innenzahlen sehr zufrieden. Insgesamt besuchten rund 1600 Besucher:innen die diesjährige Ausgabe des Europäischen Tags der Jüdischen Kultur.

Grosse Resonanz fanden die beiden Stadtrundgänge in Baden und Zürich, ebenso die Konzerte im Jüdischen Museum der Schweiz und in der Synagoge Endingen. Auch die Filmvorführungen zogen viele Interessierte an: In der Israelitischen Gemeinde Basel wurde der Stummfilm Der Golem (1920) von eindrucksvoller Livemusik begleitet, während die Israelitische Cultusgemeinde Zürich Wilder Urlaub, basierend auf dem Roman von Kurt Guggenheim, zeigte. Im „Schauplatz Brunngasse“ standen thematische Führungen auf dem Programm, und in Basel, Genf sowie Lausanne öffnetendie Synagogen ihre Türen für Besucher:innen.

Ein besonderer Höhepunkt war die Enthüllung der neu gestalteten Fassade des neuen Jüdischen Museums der Schweiz, die mit Frank Stellas Kunstwerk Jeziory eine architektonische Übersetzung eines bedeutenden Werks der Serie Polish Village präsentiert. Zur Vernissage, dem Auftakt der Eröffnungsveranstaltungen in der letzten Novemberwoche des neuen Jüdischen Museums an der Vesalgasse 5 in Basel, kamen zahlreiche Vertreter:innen der Stadt Basel, des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds, verschiedener jüdischer Gemeinden sowie der Basler Museen. Mehr als 500 Gäste nahmen an den Veranstaltungen des Museums teil.

Wir danken allen beteiligten Institutionen für ihren grossen Einsatz und ihre attraktiven Programme. 

Familie (2024)

Der Europäische Tag der Jüdischen Kultur zum Thema «Familie», dessen Schweizer Ausgabe auf eine Initiative der Museumspräsidentin Nadia Guth Biasini zurückgeht, fand zum 25. Mal in neun Schweizer Städten und Ortschaften statt.

Die Schweizer Ausgabe des ETJKs glänzte auch dieses Jahr mit zahlreichen gut besuchten Konzerten. Sie fanden in Baden, Basel, Endingen-Lengnau, La-Chaux-de-Fonds, Lausanne und Genf statt. In Basel spielten Etele Dósa (Klarinette) und Andrei Ichtchenko (Akkordeon) Klezmer und osteuropäische Musik im Hof des Jüdischen Museums, was von den Besucher:innen mit Begeisterung aufgenommen wurde. Ebenfalls auf besonderes Interesse stiess eine jüdisch-muslimische Führung, die die Gemeinsamkeiten der beiden Religionen beleuchtet. Bei der Synagogenführung in Bern wurde das Publikum Teil einer (inszenierten) Hochzeitszeremonie, bei der die Braut und der Bräutigam unter die Chuppa geführt wurden und in Endingen-Lengnau fand ein Tanzworkshop statt, organisiert von Kiriat Yearim. Insgesamt besuchten rund 1600 Besucher:innen die 2024 Ausgabe des Europäischen Tags der Jüdischen Kultur.

Memory (2023)

Am Sonntag, 3. September 2023, fand in über dreissig Ländern der Europäische Tag der Jüdischen Kultur zum Thema «Erinnerung/Memory/Mémoire» statt.

Erinnerung an den Holocaust als zentrales Thema vieler Veranstaltungen

Das Thema Erinnerung wird an zahlreichen Standorten zum Anlass genommen, den Umgang mit der Schoa und den Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik zu reflektieren. Vor dem Hintergrund des diesjährigen Bundesratsentscheids, einen Erinnerungsort für die Opfer des Nationalsozialismus einzurichten, ist das Thema «Erinnerung» auf nationaler Ebene hochaktuell. Im Jüdischen Museum der Schweiz in Basel findet eine Podiumsdiskussion zum Thema «Erinnerung an Flucht, Verstecken und Überleben. Familienforschung der dritten und vierten Generation von Holocaustüberlebenden» statt. Die liberale jüdische Gemeinde Migwan in Basel lädt zur Lesung von Simone Müllers Buch «Bevor Erinnerung Geschichte wird. Überlebende des NS-Regimes in der Schweiz heute» ein. Im Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich wird das Thema Trauma als wichtiger – oft unausgesprochener – Aspekt historischer Interviews mit Zeitzeug:innen diskutiert. Die Jüdische Gemeinde Bern widmet dem jüdischen Viehhändler Arthur Bloch, der 1942 in Payerne aus antisemitischen Motiven von Anhängern der Nationalen Bewegung Schweiz ermordet wurde, eine Veranstaltung. Die Erinnerung an ihn wird durch einen Stolperstein bewahrt.

Le dimanche 3 septembre 2023 aura lieu dans plus de trente pays la Journée Européenne de la culture juive sur le thème «Erinnerung/Memory/Mémoire». En Suisse, les huit villes et localités de Bâle, Berne, Delémont, Lengnau et Endingen, Genève, La Chaux-de-Fonds, Lausanne et Zurich proposent un programme varié.

La mémoire de l’Holocauste comme thème central de nombreuses manifestations

Le thème de la mémoire fournit dans de nombreux endroits l’occasion de réfléchir sur la manière d’aborder la Shoah et les survivants de la politique de persécution et d’extermination nationale-socialiste. Dans le contexte de la décision prise cette année par le Conseil fédéral de créer un lieu de mémoire pour les victimes du national- socialisme, le thème «Mémoire» est d’une grande actualité au niveau national. Au Musée juif de Suisse à Bâle a lieu une table ronde sur le thème «Mémoire de la fuite, de la clandestinité et de la survie. Recherche généalogique des troisième et quatrième générations de survivants de l’Holocauste». La communauté libérale juive de Migwan à Bâle invite à la lecture publique du livre de Simone Müller «Bevor Erinnerung Geschichte wird. Überlebende des NS- Regimes in der Schweiz heute». Aux Archives suisses d’histoire contemporaine de l’École polytechnique fédérale de Zurich, le thème du traumatisme est discuté en tant qu’aspect important – souvent inexprimé – d’entrevues historiques avec des témoins de l’époque. La communauté juive de Berne consacre une manifestation au marchand de bétail juif Arthur Bloch, qui a été assassiné en 1942 à Payerne pour des motifs antisémites par des partisans du Front national suisse. Son souvenir est préservé par un pavé de mémoire.

Renewal (2023)

Bereits zum 22. Mal fand am ersten Sonntag im September der Kulturtag ( Europäische Tag der Jüdischen Kultur) in fast dreissig Ländern statt. Unter der Leitung von Nadia Guth Biasini koordinierte das Jüdische Museum Schweizer Beiträger:innen aus Basel, Bern, Endingen-Lengnau, Genf, La Chaux-de- Fonds, Lausanne und Zürich mit einem Programm, das aktuelle Fragen zu Geschichte, Kultur, Religion und Gegenwart der Jüdinnen und Juden Europas feierlich beleuchtet.

Unter dem Motto «Dialog» boten die Institutionen ein vielseitiges Programm an. Das Jüdische Museum begrüsste die Besucher:innen mit szenischen Lesungen von Eylon Kindler und Katharina Schmidt in der Vesalgasse 5.

Programmheft des Jahres 2022 zum Thema Renewal